Übungen 2019

Am 13.04.2019 fand der sogenannte "ÖFAS-Test" für die Atemschutzträger des Abschnitts Gegendtal statt. Der Österreichische Feuerwehr Atemschutz Test,
kurz ÖFAST, ist seit diesem Jahr zusätzlich zu den ärztlichen Untersuchungen

der Atemschutzträger ein Tauglichkeitskriterium für den Einsatz unter schwerem Atemschutz. Er muss jährlich absolviert werden und beinhaltet diverse Stationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • das Gehen mit und ohne Last,
  • das Auf- und Absteigen einer genau vorgegebenen Anzahl von Stufen,
  • das Gehen unter schwerer Last (2mal 20kg Kanister),
  • sowie das mehrmalige Über- und Untersteigen eines Hindernisses
  • und das Zusammenrollen eines C-Schlauchs.

Erfreulicherweise haben alle angetretenen Kameraden der Feuerwehr Afritz am See den Test erfolgreich absolviert!

Herzliche Gratulation an alle Kameraden und ein großer Dank an unseren Atemschutzbeauftragten Steiner Thomas für die stets motivierte und hervorragende Aus- und Weiterbildung unserer Atemschutzträger.


Die schnelle Hilfe bei Verkehrsunfällen zählt ebenfalls zu den vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr. Deshalb fand am 06.04.2019 eine Übung mit dem hydraulischen Rettungsgerät statt. Es wurden unter anderem das korrekte Vorgehen beim Öffnen einer Fahrzeugtür geschult, das Anbringen von Airbag-Sicherungen sowie das patientengerechte Retten von eingeklemmten Personen. Auch für die Einsatzleiter wurden einige taktische Überlegungen angestellt, so z.B. das Verhalten bei Verkehrsunfällen mit Elektroautos (Diese sind in Österreich mit grüner Schrift auf den Nummerntafeln gekennzeichnet!). Zum Schluss wurde die Zündung eines Airbags simuliert. Diese Thematik gewinnt immer mehr an Bedeutung, da in neuen Fahrzeugen bereits eine immense Anzahl an Airbags verbaut ist und diese trotz ihres Sicherheitsfaktors für Einsatzkräfte und Insassen gefährlich werden können. Ausgearbeitet wurden die Szenarie von unserem Hauptmaschinisten Gernot Glück, der in diesem Bereich wohl die größte Erfahrung und  Expertise unter den Kameraden mitbringt. Bedanken möchten wir uns bei jenen Afritzern, die uns ihre alten Fahrzeuge zu Übungszwecken überlassen und deshalb maßgeblich an der hervorragenden Ausbildung unserer Kameraden beteiligt sind.


Bei strahlendem Sonnenschein übten wir das Arbeiten einer Tanklöschgruppe am 23.03.2019.

Vor dem Beginn der Übung wurde FM Hofer Fabian noch von unserem Kommandanten OBI Tauchhammer Dirk zum neuen Funkbeauftragten 

der Feuerwehr Afritz am See ernannt. Anschließend fuhren wir zum Gelände des ehemaligen Spar-Marktes in Afritz und begannen mit dem Übungsszenario. Speziell für unsere Maschinisten ist diese Übung äußerst wertvoll, da man viele Einsatzmöglichkeiten unseres RLFA 2000 beüben kann. Besonders unsere jungen Maschinisten staunten nicht schlecht, als sie erkannten, wie schnell die vom Tankfahrzeug mitgeführten 2000 Liter Wasser aufgebraucht sind. Und so galt es schnell eine Wasserversorgung herzustellen und entsprechend der Wasserqualität zu entscheiden, wie das Wasser

zu den Strahlrohren befördert werden soll. Zum Schluss wurde die Funktionalität unseres Wasserwerfers am Dach des Fahrzeugs, sowie der Aufbau eines mobilen Werfers erklärt.


Unserem Löschmeister Steinwender Christian oblag die Ausarbeitung der Übung am 01.03.2019. Hierzu lud er zwei Vortragende in den Sitzungssaal der Feuerwehr ein, um der Mannschaft einige interessante Themenbereiche näher zu bringen.

Den ersten Teil der Übung bildete ein Vortrag von Eckhard Winkler, einem selbstständigen Elektriker aus der Gemeinde Arriach. 

Sein Hauptthema waren Photovoltaik-Anlagen, wie sie auf immer mehr Häusern und Almhütten zu finden sind. Er beschäftigte sich mit dem Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik und den Gefahren, denen Einsatzkräfte bei Vorkomnissen mit diesen Anlagen ausgesetzt sind. Den zweiten Teil übernahm unser Postenkommandant Kontrollinspektor Helmut May, der unter anderem auf die Thematik der Elektroautos und Rettungskarten einging und uns die rechtliche Situation im Bezug auf das Sperren einer Straße oder das Regeln des Verkehrs im Einsatzfall erläuterte. Gerade das Regeln des Verkehrs bei Einsätzen stellt für die Kameraden oftmals eine Herausforderung dar, da man leider immer wieder auf äußerst verständnislose Fahrzeuglenker trifft.


Die richtige Handhabung von Leitern war das Hauptthema bei unserer Zugsübung am 15.02.2019. Die 45 anwesenden Kameraden wurden in drei Gruppen aufgeteilt und im Stationsbetrieb wurden verschiedene Szenarien und Schulungen abgehalten. Eine Station befasste sich mit dem richtigen Aufstellen und Sichern von Leitern an Hauswänden, sowie dem richtigen Aufbau der Beleuchtung an der Einsatzstelle. Bei der Zweiten wurde erklärt, welche Möglichkeiten man mit Steckleitern im Einsatzfall hat. Darunter fand sich auch die Möglichkeit, ein Wasserbecken zu konstruieren! Als dritte Station wurde auf der Rückseite des Feuerwehrhauses die Rettung von Personen über Leitern mit der Schleifkorbtrage geübt und die diversen Rettungsmittel wie das Bergedreieck oder das Tragetuch erklärt.


Am 02.02.2019 trafen wir uns zur ersten technischen Übung in diesem Jahr. BI Tauchhammer Johann durfte 35 Mann zur diesjährigen Geräteschulung begrüßen. Wir wurden in vier Gruppen geteilt und es wurden im Stationsbetrieb unsere drei Autos und die stationäre Funkstation Sisipak von den vortragenden Kameraden erklärt. Eine solche Übung ist speziell am Beginn des Jahres sehr wichtig, um die Fülle an Einsatzmitteln die uns zur Verfügung stehen zu verinnerlichen und nicht nur für junge Kameraden sondern für alle eine Auffrischung was wo und wann verwendet wird. Unser RLFA wurde vom Hauptmaschinisten Gernot Glück erklärt, die Gruppenkommandanten Steinwender Christian und Pilgram-Huber Wolfram übernahmen den LFA mit der TS (Tragkraftspritze) FOX 1 sowie das KRFA mit dem hydraulischen Rettungsgerät. Der neue Funkbeauftragte der Feuerwehr Afritz, Fabian Hofer erklärte den Gebrauch der Sisipak und was ein Feuerwehrmann zu tun hat, wenn er mit der LAWZ in Verbindung tritt. Das Ein oder Andere
"Aha"-Erlebnis hatte man aber ins besondere bei Gerätschaften, welche nicht so oft in Gebrauch sind und deren Platz man erst suchen musste. Es war wieder eine sehr interessante Übung und gehört auf jeden Fall zu den Fixpunkten im Übungsjahr.


Den offiziellen Start in das Feuerwehrjahr bildete auch heuer wieder unserer Jahreshauptversammlung.
Am 18.01.2019 wurde zum Gasthof Linder geladen.
Unter mehr als 40 Anwesenden konnten wir unter anderem unseren Abschnittskommandanten ABI Wolfgang Maier, den Postenkommandant der Polizeiinspektion Afritz Kontrollinspektor Helmut May und unseren Bürgermeister Max Linder begrüßen. Weiters waren auch vier Altkameraden der Einladung gefolgt. Nach den Grußworten des Kommandanten folgte die Übungsauswertung des letzten Jahres durch Kommandant-Stv. BI Tauchhammer Johann. Anschließend folgten die Berichte der Beauftragten, sowie der Kassa- und Ausbildungsbericht. Hier lassen die Beauftragten die Geschehnisse in ihrem Themenbereich Revue-passieren und geben gleichzeitig einen Ausblick auf das neue Jahr. Anschließend stand der Punkt der Ehrungen auf der Agenda. Angefangen bei Auszeichnungen für 5 Jahre Dienst in der Feuerwehr, bis zu 50 erfolgreichen Dienstjahren.
Darauf folgend wurden die Probefeuerwehrmänner Andreas Granig, Markus Huber und Florian Eder vom Bürgermeister angelobt und sogleich in den Rang eines Feuerwehrmanns befördert. Der erfreulichen Nachrichten nicht genug, konnten wir zwei Feuerwehranwärter begrüßen. Es folgten die Grußworte der Ehrengäste. Den Anfang machte unser Postenkommandant, der seine Rede dazu nutzte, unter anderem Änderungen im Straßenverkehr im Jahr 2019 zu erläutern. Als nächstes wurde das Wort an unseren AFK übergeben. Er zog Bilanz über die Geschehnisse im Abschnitt Gegendtal, der im Jahr 2018 180(!) Einsätze zu verzeichnete und informierte uns über Änderungen im Funkverkehr und Bewerbswesen.
Das Schlusswort der Ehrengäste hatte unser Bürgermeister. Bei seinen Grußworten ist besonders ein großes Lob für unseren Hauptmaschinisten Gernot Glück hervorzuheben. Wie hinlänglich bekannt ist, ist unser Gernot mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Er war sich auch im letzten Jahr nicht zu schade, unzählige Stunden seiner Freizeit zu investieren, um unsere Fahrzeuge ausgezeichnet in Schuss zu halten. Für seine Leidenschaft und Herzblut genießt er in Feuerwehrkreisen höchstes Ansehen! Anschließend beendete unser Kommandant den offiziellen Teil und die Kameraden verbrachten noch einige lustige Stunden in kameradschaftlicher Atmosphäre.

Großer Dank gilt natürlich dem Gashof Linder, der uns wie alle Jahre ausgezeichnet bewirtet hat!

Die Kommandantschaft wünscht allen ein übungsreiches und einsatzarmes Jahr 2019. Gut Heil!